Sie befinden sich hier: Home / 30 Jahre IFZ

30 Jahre IFZ

Feiern Sie mit uns, wir freuen uns auf ihr Kommen!

Bitte melden Sie sich unter michaela.jahrbacher@ifz.at zur Festveranstaltung am 24.Oktober 2018 an.

Da wir für die Donnerstags-Veranstaltungen (von Juni bis September 2018) nur eine begrenzte Anzahl an Plätzen zur Verfügung haben, bitten wir Sie, sich bis spätestens 2 Wochen vor der jeweiligen Veranstaltung verbindlich per E-Mail anzumelden: office@ifz.at.

Hintergrund: Seit drei Jahrzehnten forschen und lehren Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler am IFZ, dem Interdisziplinären Forschungszentrum für Technik, Arbeit und Kultur, in den Bereichen Technik-, Wissenschafts- und Nachhaltigkeitsforschung. Von umweltfreundlicher Beschaffung, ökologischer Gebäudesanierung, Lebensmittelkooperativen über Gentechnik bis geschlechtergerechter Technik-Bildung, die Forschungsinhalte waren und sind so vielfältig wie die Lebensläufe und Kompetenzen der Menschen, die am IFZ arbeiten. Verbindende Elemente waren stets der Anspruch inter- und möglichst auch transdisziplinär zu forschen, in partizipativen Zugängen Stakeholder möglichst früh und aktiv in die Forschung einzubeziehen und dabei zur Lösung wichtiger gesellschaftlicher Fragen rund um Klimawandel und soziale Gerechtigkeit beizutragen. Kurzum, das IFZ verfolgt seit nunmehr 30 Jahren einen Forschungsansatz, der in den letzten Jahren mit dem Begriff „RRI – Responsible Research and Innovation“ beworben wurde. Wir stellen die für uns wichtige verantwortungsvolle Forschung in den Mittelpunkt unserer Jubiläumsveranstaltungen.

In den Sommermonaten finden jeweils am Donnerstag, 17-20 Uhr, Veranstaltungen im kleineren Rahmen am IFZ statt (Schlögelgasse 2, 2. Stock)

Im Anschluss gibt es ein Buffet mit Köstlichkeiten aus der Region und die Möglichkeit, gemeinsam zu feiern und sich weiter auszutauschen.

24. Oktober: 30 Jahr verantwortungsvolle Forschung am IFZ: Begrüßung: Mag. Jürgen Suschek-Berger, Leiter des IFZ,  Mag.a Sandra Karner: Einblicke in 30 Jahre verantwortungsvolle Forschung, Festredner: Ao. Univ.-Prof. Dr. Wilhelm Berger, Alpen-Adria-Universität Klagenfurt

6. September: „Bodies & Technologies“ – Queere Perspektiven auf Körper und Technologien

Am 6. September 2018 fand der vierte 30-Jahre-IFZ-Event statt, in dem wir Queere Perspektiven auf Körper und Technologien diskutiert haben.

In diesem Workshop haben wir zentrale Forschungsinteressen der Arbeitsgruppe Queer STS (Science and Technology Studies; Technik- und Wissenschaftsforschung) in den Mittelpunkt gestellt. Die AG Queer STS umfasst zehn Mitglieder, die sich vor rund zehn Jahren durch gemeinsame Forschungsarbeiten kennengelernt haben. Es entstehen seither gemeinsame Publikationen, es wird regelmäßig in unterschiedlichsten Konstellationen miteinander diskutiert, gelehrt und geforscht (www.queersts.com  ).  

Anita Thaler (IFZ Graz, AG Queer STS) und Lisa Scheer (Uni Graz, AG Queer STS) konzipierten und moderierten den Workshop, in dem es vor allem um das sich Kennenlernen, voneinander Lernen und gemeinsame Interessen Entdecken ging. Folgende Teilnehmende trugen mit ihren individuellen Inputs/ihren Performances zum ersten Teil von ‚Bodies & Technologies‘ bei:

Im zweiten Teil des Workshops entstanden dann in einer ‚Speeddating‘-Variante dutzende Projektideen unter dem Motto „Was wir gerne gemeinsam machen würden, wenn Geld keine Rolle spielen würde“. Die Projektideen wurden zum Abschluss des Workshops nach ihrer Originalität und dem persönlichen Interesse der Teilnehmenden bewertet und entsprechend auf dem Ideenfriedhof begraben oder aber als potenzielle Kooperationsprojekte schriftlich festgehalten.

Wir bedanken uns bei allen für Ihren Enthusiasmus, für viele Inspirationen, Informationen und Spaß!

 
2. August: Blinde Flecken in der Diskussion zur umweltfreundlichen öffentlichen Beschaffung

Bei der dieser Diskussionveranstaltung ging es um "Blinde Flecken in der Diskussion zur nachhaltigen öffentlichen Beschaffung". Dabei wurde ein Dilemma öffentlicher Auftraggeber thematisiert. Einerseits ihrem Wunsch, mit Steuergeldern die heimische Wirtschaft zu fördern, andererseits dem Risiko, damit ein Gerichtsverfahren zu provozieren. Dieses Dilemma wird bei der Beschaffung von Lebensmitteln besonders deutlich. Österreich ist noch reich an heimischen Betrieben der nachhaltigen Lebensmittelproduktion – ein Umstand, der für andere Produkte wie Textilien schon seit längerer Zeit nicht mehr zutrifft.

Bei der Veranstaltung wurden ausgewählte Aspekte der regionalen Beschaffung von Lebensmitteln behandelt. Nach zwei Impulsvorträgen gibt es Raum für Diskussion.

Dr.in Angelika Tisch:   Regionale Beschaffung - gut für die Umwelt?

Mag.a Sandra Karner:  Kooperation und Kreativität als Schlüssel zum Erfolg – Beispiele nachhaltiger regionaler Beschaffung aus Italien und Schottland

12. Juli: „Das gute Leben“ – Kritische Reflexionen auf aktuelle Nachhaltigkeitsdiskurse

Unter diesem Motto fand am 12. Juli 2018 der zweite Workshop der Veranstaltungsreihe „30 verantwortungsvolle Forschung am IFZ“ statt. 

Anita Thaler (IFZ Graz, AG Queer STS) und Magdalena Wicher (IHS Wien, AG Queer STS) moderierten den Workshop und führten ins Thema ein. Die beiden Technik- und Wissenschaftsforscherinnen besannen sich ihrer psychologischen Wurzeln und referierten zunächst über „Das gute Leben: psychische Gesundheit und Nachhaltigkeit“. Dabei wurden sowohl die Rolle von Natur und nachhaltigem Lebensstil für die psychische Gesundheit und das Wohlbefinden von Individuen, zugleich aber auch die Wichtigkeit makrosoziologischer Ebenen – in Organisationen, Stadtteilarbeit, bis hin zu nationalen und internationalen Policies – von Veränderungsprozessen aufgezeigt. Dass dabei soziale Gerechtigkeit immer im Fokus behalten werden muss, darin waren sie sich auch mit den nachfolgenden Rednerinnen einig. David Steinwender (Mitbegründer Transition Graz und Forum Urbanes Gärtnern) zeigte sozioökonomische Perspektiven des aktuellen Nachhaltigkeitsdiskurses auf und betonte die Commons-Bewegung als Möglichkeit das gute Leben für alle anzustreben. Edith Zitz (inspire; 1995-2010 Landtagsabgeordnete in der Steiermark) brachte die Runde an eingeladenen KooperationspartnerInnen aus Wissenschaft und Praxis mit Erfahrungen aus konkreten Grazer Projekten zum Reflektieren eigener Denkschemata. Sie betonte den Vorteil intersektionaler Betrachtungen, um Diskriminierungen und Probleme von Menschen an der Schnittstelle zweier oder mehrerer sozialer Kategorien (z.B. Alter, sozialer Hintergrund, Geschlecht) treffsicher aufzuzeigen.

Im Anschluss an diese Kurzreferate wurden im interaktiven Setting Ideen für gemeinsame Aktivitäten entwickelt, Visionen ausgetauscht und konkrete erste Schritte besprochen, wie ein gutes, nachhaltiges Leben sozial gerecht aussehen könnte. Ein gelungener Abend, für den sich das Team des IFZ bei allen Beteiligten herzlich bedankt!

7. Juni: Im Mittelpunkt der Mensch – Subtile Anreize für nachhaltige Mobilität

Mit spannenden Impulsvorträgen von Elisabeth Oberzaucher und Jürgen Suschek-Berger startete am 7. Juli  die Veranstaltungsreihe  "30 Jahre verantwortungsvolle Forschung am IFZ".

Thema des ersten Events in dieser Reihe war „Im Mittelpunkt der Mensch – Subtile Anreize für nachhaltige Mobilität“.

Elisabeth Oberzaucher erläuterte das Thema aus verhaltenspsychologischer Sicht: Wie wirkt sich z.B. das menschliche Bedürfnis nach Individualdistanz in öffentlichen Verkehrsmittel aus? Welches Design müssen diese haben, damit sich die Fahrgäste wohlfühlen? Welcher Anreize („Nudges“) aus psychologischer Sicht bedarf es, damit der Öffentliche Verkehr  angenommen wird?

Jürgen Suschek-Berger ergänzte diese Aspekte um eine soziologische Sicht des Themas, basierend auf der Annahme, dass die Möglichkeit, mobil zu sein gleichbedeutend ist mit der Möglichkeit sozialer Teilhabe am gesellschaftlichen Leben. 

Im Anschluss an die Impulsvorträge diskutierten die rund 20 TeilnehmerInnen angeregt über verschiedenste Themenbereiche einer nachhaltigen Mobilität und den damit zusammenhängenden Herausforderungen und Lösungsmöglichkeiten.

Instagram