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Fukushima – „technologisch undenkbar“? (22.09.2011)

Zwei mögliche Szenarien zur Gestaltung der Zukunft angesichts der Folgen des Erdbebens in Japan

Wolfgang Kromp, Leiter des Instituts für Sicherheits- und Risikowissenschaften an der Universität für Bodenkultur, Artikel erschienen in SOZIALE TECHNIK 2/2011

(C) Manuel Haider

Im Bericht Japans an die „Convention of Nuclear Safety“ des Jahres 2010 ist über die getroffenen Sicherheitsmaßnahmen zu lesen: „In Japan, through these measures, it is possible to reduce the potential for the occurrence of a severe accident to the extent that its actual occurrence would be technologically inconceivable.

Auf Deutsch heißt das in etwa: „In Japan ist durch diese Maßnahmen möglich geworden, die Möglichkeit des Eintretens eines schweren Unfalls in einem Ausmaß zu verringern, dass ein tatsächliches Eintreten technologisch undenkbar wird.“

Hätte nicht ein Erdbeben und ein Tsunami im März 2011 alles verändert, die Delegierten zur CNS-Sitzung in Wien im April 2011 hätten den Bericht Japans wohlwollend zur Kenntnis genommen. Und hätte ein verirrter Skeptiker bei dieser Sitzung gefragt, ob man in der Lage sei, den gleichzeitigen Ausfall der Kühlung in mehreren Reaktorblöcken zu beherrschen, wäre ihm wohl mit dem Brustton der Überzeugung erklärt worden, dass solche Situationen nicht denkbar seien. Das Kraftwerk sei gegen Erdbeben und Tsunamis – als mögliche Auslöser – bestens geschützt.

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