Sie befinden sich hier: Home / News-Archiv / Neuerscheinung aus der Ferdinand-Tönnies-Arbeitsstelle (30.3.2015)

Neuerscheinung aus der Ferdinand-Tönnies-Arbeitsstelle (30.3.2015)

Neuerscheinung: Band 24 der von Arno Bammé, emeritierter Prof. und Leiter der Ferdinand-Tönnies-Arbeitsstelle am Institut für Technik- und Wissenschaftsforschung der Alpen-Adria-Universität Klagenfurt, herausgegebenen Reihe: Materialien der Ferdinand-Tönnies-Arbeitsstelle am Institut für Technik- und Wissenschaftsforschung der Alpen-Adria-Universität Klagenfurt

Arno Bammé (Hg.): Ferdinand Tönnies – Thomas Hobbes. Leben und Lehre. München, Wien: Profil 2014, 384 S.

Dass Thomas Hobbes heute international als ein zentraler Denker der europäischen Frühmoderne gilt, ist zweifellos das Verdienst von Ferdinand Tönnies. Er fand nicht nur die verschollen geglaubten Handschriften der „Elements of law natural and politic“, entdeckte einen bis dahin völlig unbekannten Text, den er „Short tract of first principles“ nannte, und förderte die Originalhandschrift des „Behemoth“ zutage, sondern stellte Fehler und Missverständnisse richtig, die, bis dahin unkorrigiert, immer wieder kolportiert worden waren. Und Tönnies war es vorbehalten, all diese Schriften nicht nur erstmals herauszugeben, sondern darüber hinaus die erste deutschsprachige und zugleich umfassendste Studie über Hobbes‘ Leben und Lehre vorzulegen. In ihr wurden im Prinzip alle Probleme der späteren Hobbes-Rezeption, wie sie von Strauss (1936), Warrender (1957), Macpherson (1962), Oakeshott (1975) oder Hood (1964) formuliert wurden, bereits vorweg genommen.

Folgerichtig gilt „die von Tönnies verfasste Biographie“ als „die bis auf den heutigen Tag maßgebliche und detaillierteste Arbeit auf diesem Gebiet“ und Tönnies selbst als „einer der besten Kenner des Hobbes‘schen Werkes“ (Tuck 1999). Von entscheidender Bedeutung für Tönnies waren nicht nur, wie allgemein üblich, die staatspolitischen, sondern vor allem auch die erkenntnistheoretischen Aspekte im Werk des von ihm gewürdigten „Begründers der Moderne“. Ohne sie wären Tönnies‘ spätere Programmatik einer „reinen Soziologie“ und sein Hauptwerk „Gemeinschaft und Gesellschaft“ gar nicht vorstellbar.

Zur Online-Bestellung …

Instagram