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Neuerscheinung von Arno Bammé (12.12.2013)

Neuerscheinung: Band 11 der von Arno Bammé , emeritierter Prof. und Leiter der Ferdinand-Tönnies-Arbeitsstelle am Institut für Technik- und Wissenschaftsforschung der Alpen-Adria-Universität Klagenfurt, herausgegebenen Klagenfurter Tönnies-Werkausgabe.

Arno Bammé (Hg.): Ferdinand Tönnies – Marx. Leben und Lehre. München, Wien: Profil 2013, 300 S.

Da angesichts des Finanzmarktdebakels und anderer Krisenerscheinungen Schriften zur Kritik der politischen Ökonomie wieder an Aktualität gewonnen haben, wurde die Edition des Marx-Bandes der Ferdinand Tönnies-Werkausgabe vorgezogen.

Alle Marx-Biographien müssen sich an dem Werk von Franz Mehring messen, der im Jahr 1918, kurz vor seinem Tod, die erste und bis heute einflussreiche Biographie über Karl Marx veröffentlichte. Er hat den Standard vorgegeben. Allerdings war sein Buch unter der Hand so umfangreich geworden, dass er es bei der Biographie beließ, zum Werk von Marx wollte er sich selbst nicht mehr äußern. Daran knüpft Tönnies an. Seine Monographie umfasst drei Teile: das Leben von Marx, das Werk und Tönnies‘ Kritik daran.

Anders aber als bei den vielen zwanghaften Marx-Widerlegern, erkennt Tönnies die Grundsubstanz der Marxschen Aussagen. Seine Einwände begründen sich aus seinem Konzept von Gemeinschaft und Gesellschaft und dem Übergang von der einen zur anderen Vergesellschaftungsform. Von daher nimmt das Handelskapital einen höheren Stellenwert ein als das Industriekapital bei Marx. Marx ging es um die Anatomie der bürgerlichen Gesellschaft, Tönnies um den Übergang zu ihr. Von daher nimmt er in gewisser Weise Sohn-Rethel vorweg.

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