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Wider den "Kloneffekt" bei männlichen Chefs (11.3.2013)

Quelle: Der Standard, 5. März 2013

Eine Studie der Uni Klagenfurt untersucht, was gezielte Förderungen von Frauenkarrieren in der Forschung bringen

Eine Mutter, die Karriere in der Forschung macht - wie wahrscheinlich ist das? Mit Kind würde Frauen die Bereitschaft, in einer leitenden Funktion 60 Stunden pro Woche zu arbeiten, fehlen, ist eine Meinung, die jungen Forscherinnen zu denken gibt. Erfahrene Projektleiterinnen betonen dagegen, dass es weniger an den Kindern oder einer generellen Unvereinbarkeit von Familie und Beruf liege, ob Frauen Karriere machen können. Es liege in längeren Auszeiten wie der Karenz und an Teilzeitanstellungen - also wie das Eltern-Sein umgesetzt wird.

Das ist eines der Ergebnisse der Studie von Anita Thaler und Birgit Hofstätter von der Alpen Adria Universität Klagenfurt, die die Frauenfördermaßnahmen der Wiener Technologieagentur ZIT unter die Lupe nahm. Der Untersuchung liegen 23 Interviews mit Forscherinnen, überwiegend Projektleiterinnen, zugrunde, die von einer frauenspezifische Fördermaßnahme betroffen sind.

Die Hürden, mit denen Forscherinnen zu kämpfen haben, variieren nach Position und Branche, sagt Anita Thaler im Gespräch mit dem STANDARD. In der Informations- und Kommunikationstechnik, die noch männlicher dominiert sei als etwa der Life-Sciences-Bereich, falle man als Frau noch mehr auf. Die Befragten hätten durchaus auch Erfahrungen mit Sexismus gemacht. "Die technische Kompetenz wird den Frauen abgesprochen. Sie müssen sich länger beweisen als Männer und erfahren viel mehr Abwertungen. Eine der Interviewten meinte, sie sei anfangs noch als ,Püppi' angesprochen worden", sagt Thaler.

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