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Queer-feministische Technik- und Wissenschaftsforschung

Eine queere Sichtweise integriert marginalisierte Positionen in den Blick der Technik- und Wissenschaftsforschung und stellt die Allgemeingültigkeit hegemonialer Positionen und Normsetzungen in den Wissenschaften in Frage. In diesem Tätigkeitsbereich analysiert und reflektiert der Forschungsbereich Frauen – Technik – Umwelt sowie die von Anita Thaler geleitete Arbeitsgruppe Queer STS, wie konkret solche hegemoniale Positionen und Normsetzungen in Wissenschaft und Technik entstehen.

Aktuell hinterfragen wir zum Beispiel alltagsweltlich fundierte Normsetzungen von Geschlechterbinarität in empirischen wissenschaftlichen Untersuchungen. Nicht eindeutig den dichotomen Variablenkategorien ‚Mann‘ oder ‚Frau‘ zuordenbare Menschen können dabei marginalisiert und zum Teil sogar pathologisiert werden. Eine Alternative zu Geschlecht als binäre Kategorie – etwa ein Intersexualitäts-Kontinuum – wird in wissenschaftlichen Studien, die auf diesem alltagsweltlichen Geschlechterwissen beruhen, nicht in Betracht gezogen. Durch den Perspektivenwechsel im Rahmen der queer-theoretisch begründeten Kritik wird auf eine Relativierung hegemonialer Positionen hingearbeitet und damit auch auf eine Veränderung der Art und Weise, wie wissenschaftliches (und z. T. normierendes) Wissen generiert wird.


Aktivitäten und Projekte:

AG Queer STS

Ring-Vorlesung(-Übung) Que(e)rschnitt|materie!

Build to Satisfy

Ausgewählte Publikationen zum Thema: