Climate Change in Murau

Mit abgestimmten und robusten Maßnahmen Klima und Bevölkerung bestmöglich schützen

Auftraggeber
  • Österreichische Akademie der Wissenschaften, Global Change Programme
  • Österreichisches Lebensministerium
Laufzeit

2007-2009

Partner

Austrian Research Centres - Division Systems Research

Klimaschutz und Anpassung an Klimawandel erfordern abgestimmte Maßnamen angesichts nicht genau bekannter Gefahren. Regionen stellen sich spezifische Herausforderungen aber auch spezifische Chancen (z.B. Bioenergie, relativ kühles Klima...). Inzwischen können auch regionale Klimaszenarien genutzt werden. Dieses Projekt entwickelt exemplarisch für den alpinen Bezirk Murau (Steiermark) einen Abstimmungsprozess, in dem lokale Fachleute koordinierte und möglichst robuste Strategien entwickeln können.
 
Da die herkömmlichen Institutionen der Regionalentwicklung durch den Klimawandel vor ganz neuartige Herausforderungen (Unsicherheit, Wechselwirkungen, etc.) gestellt werden, sind neue Verfahren zur Abstimmung von integrierten Maßnahmenportfolios (mögl. effektive und effiziente Anpassung und Klimaschutz) zu entwickeln. Dabei sind intersektorale Koordination und die Prüfung der Robustheit von Maßnahmenbündeln unter verschiedenen Szenarien (im Hinblick auf Klima & gesellschaftliche Entwicklung) notwendig. In diesem Projekt wird mit diesen Elementen und mit 6 'Prinzipien der Maßnahmenplanung' experimentiert, um ein Prozess-Modell zu entwickeln, das ähnliche Regionen übernehmen können.

Ziele:
a) eine fruchtbare Diskussion unter Fachleuten und der Bevölkerung in Murau anzustoßen, so dass Gefahren effektiv und effizient begegnet und Chancen optimal genutzt werden.
b) ein teilweise übertragbares Modell für solche regionalen Diskussionsprozesse in die internationale Diskussion einzubringen.
Nachdem die „Energievision Murau“ sich in vorangegangener Forschung als ein sehr einflussreiches Leitbild herausgestellt hat, ist zu erwarten, dass die Netzwerke, welche zu dieser Wirksamkeit geführt haben, auch gute Anknüpfungspunkte und ‚best practice’ für die regionale Entwicklung von Klimaschutz- und Anpassungsstrategien bieten.

Aktivitäten:

  •  Angestoßen durch regional spezifizierte Klimaszenarien (2041-2050)
  •  und orientiert durch eine Untersuchung internationaler Beispiele (SEERA, AMICA...)
  •  wird gemeinsam mit den lokal verantwortlichen Fachleuten in Murau ein Verfahren der sektoralen und intersektoralen Abstimmung anhand verschiedener Szenarien entwickelt.
  •  Dieses Verfahren wird durch die regionalen Fachleute erprobt,
  •  wobei sie durch ExpertInnen verschiedener Fachrichtungen unterstützt werden (Regionalplanung, Klimamodellierung, Politikwissenschaft u.a.)
  •  Die Erkenntnisse werden mit internationalen Fachleuten kritisch diskutiert.
Forschungsthema