Evaluierung von mechanischen Klassenzimmerlüftungen in Österreich und Erstellung eines Planungsleitfadens

Wichtigstes Endziel im Hinblick auf die Ziele der Programmlinie „Haus der Zukunft“ war es, positive Lösungen, Fehler und Mängel zu sammeln und aus den Erfahrungen der Evaluierung einen Planungsleitfaden bzw. Qualitätskriterien für die zukünftige Umsetzung von Klassenzimmerlüftungen bei Neubau und Sanierung zu schaffen, um die Qualität zu verbessern und die Verbreitung von Klassenzimmerlüftungen zu erleichtern.

Auftraggeber

Bundesministerium für Verkehr, Innovation und Technologie (BMVIT); Programmlinie „Haus der Zukunft“

Laufzeit

2007-2008

Partner
  • Fachhochschule Kufstein, Tirol (Projektleitung)
  • AEE INTEC, Gleisdorf
  • Energie Tirol, Innsbruck
  • arsenal research, Wien

Mechanische Klassenzimmerlüftungen mit Wärmerrückgewinnung sind sowohl aus dem Anspruch einer lerngerechten Umgebung, d.h. einer ausreichenden Luftqualität als auch aus dem Ansatz der Energieeinsparung bei Kindergärten und Schulen unentbehrlich. Die mangelnde Luftqualität bei Schulen mit Fensterlüftung wird in zahlreichen Studien hinreichend belegt. Dass gesunde, frische Luft aber eine wesentliche Grundbedingung für einen sehr guten Lernerfolg darstellt, steht außer Zweifel. Außer Diskussion steht auch, dass das Thema mechanische Klassenzimmerlüftung noch in den Anfängen steckt und die Erfahrungen mit bestehenden Anlagen bisher nicht ausreichend erfasst und für zukünftige Projekte nutzbar gemacht wurden.

Ziel: Wichtigstes Endziel im Hinblick auf die Ziele der Programmlinie „Haus der Zukunft“ war es, positive Lösungen, Fehler und Mängel zu sammeln und aus den Erfahrungen der Evaluierung einen Planungsleitfaden bzw. Qualitätskriterien für die zukünftige Umsetzung von Klassenzimmerlüftungen bei Neubau und Sanierung zu schaffen, um die Qualität zu verbessern und die Verbreitung von Klassenzimmerlüftungen zu erleichtern.

Vorgangsweise: Das Projekt gliederte sich in zwei große Teilbereiche – die Evaluierung der mechanischen Klassenzimmerlüftungen – unterteilt in eine Akzeptanzanalyse und eine technische Evaluierung – und die Erstellung eines Planungsleitfadens mit einer Anzahl von detaillierten Qualitätskriterien.

Für die Akzeptanzanalyse wurde jeweils ein schriftlicher Fragebogen für SchülerInnen, LehrerInnen, HausmeisterInnen und einer für ArchitektInnen, PlanerInnen und GebäudeeigentümerInnen entwickelt.

Bei der technischen Evaluierung wurde folgenden Punkten besonderes Augenmerk geschenkt: der Wahl des Lüftungskonzeptes (dezentral, semizentral, zentral), der Luftmengenwahl, der Luftverteilung, dem Druckverlust, der Art der Wärmerückgewinnung, dem elektrischen Energiebedarf, der Art des Vereisungsschutzes, der Art der Nacherwärmung auf Komforttemperatur, der erreichten Luftqualität, notwendigen Wartungsarbeiten bzw. Wartungskosten und den tatsächlichen Schallbelastungen.

Aufbauend auf bestehenden Planungsrichtlinien, Normen bzw. Normentwürfen und den Ergebnissen der Akzeptanzanalyse und der technischen Evaluierung wurden ein Planungsleitfaden bzw. detaillierte 61 Qualitätskriterien für „Klassenzimmerlüftungen“ erarbeitet.

Forschungsthema