Smart-A: Domestic Appliances in Sustainable Energy Systems

Ein wesentlicher Eckpunkt nachhaltiger Energiesysteme ist ein Lastmanagement, das sich an der Nachfrage orientiert. Dafür ist ein höherer Anteil an intermittierender Produktion notwendig, abhängig davon, ob erneuerbare Energie zur Verfügung steht oder ob Wärme von Kraft-Wärme-Kopplungsprozessen (KWK) benötigt wird. Haushaltsgeräte bieten eine Reihe von Möglichkeiten für Verschiebungen im Lastmanagement. Zum Beispiel können Waschzyklen der Waschmaschine und des Geschirrspülers verzögert oder der Betrieb von Geräten unterbrochen werden.

Doch wie groß ist die Bereitschaft der VerbraucherInnen die Nutzung ihrer Haushaltsgeräte flexibel zu gestalten?

Auftraggeber
  • European Commission, Intelligent Energy Europe
  • BMWA - Bundesministerium für Wirtschaft und Arbeit
  • LEV -LandesEnergieVerein Steiermark
  • NOEST - Netzwerk Ökoenergie Steiermark
Laufzeit

2007-2009

Partner
  • Öko-Institut Freiburg (Project coordinator)
  • Institut für Landtechnik, Universität Bonn
  • Enervision GmbH; Imperial College London, Department of Electrical and Electronic Engineering
  • COGEN Europe
  • ENBW Energie Baden-Wurttemberg
  • Miele & Cie.KG
  • University of Manchester
Projektbericht

“Smart-A – Smart Domestic Appliances in Sustainable Energy Systems“ hat das Ziel Strategien zu entwickeln, wie intelligente Haushaltsgeräte zum Lastmanagement in zukünftigen Energiesystemen beitragen können. Das IFZ hat im Rahmen des Projektes untersucht, ob NutzerInnen einen intelligenten Betrieb ihrer Haushaltsgeräte akzeptieren würden. Dabei wurden eine Fragebogenerhebung, Interviews und Fokusgruppen in mehreren europäischen Ländern (Österreich, Deutschland, Italien, Slowenien und England) durchgeführt.

Im Durchschnitt über alle Länder akzeptieren an die 90% aller Befragten die Nutzung intelligenter Haushaltsgeräte. Doch die Akzeptanz hängt stark vom jeweiligen Gerät ab und kann nicht über alle Geräte generalisiert werden. Grundsätzlich erwarten sich KonsumentInnen dadurch Kosteneinsparungen, für die sie auch kleinere Unbequemlichkeiten in Kauf nehmen würden. Ökologische Motive spielen zwar auch eine Rolle, werden aber eher als Nebeneffekt gesehen und geben den VerbraucherInnen das gute Gefühl etwas für die Umwelt zu tun. Ob eine Markteinführung erfolgreich sein wird, hängt letztlich davon ab, ob die Technologie als sicher und ausgereift wahrgenommen wird und ob es finanzielle Anreize gibt.

Weitere Informationen zur KonsumentInnen-Studie: D 5.5 Consumer acceptance of smart appliances
Weitere Informationen zum Projekt: www.smart-a.org

Forschungsthema