Food Systems

In dem Themengebiet geht es insbesondere um Systeme, die geeignet erscheinen, eine nachhaltige und sozial gerechte Nahrungsmittelversorgung zu ermöglichen.

Wir beschäftigen uns mit innovativen landwirtschaftlichen Netzwerken und nachhaltigen Nahrungsmittelversorgungssystemen. In unseren Projekten verfolgen wir nach Möglichkeit einen transdisziplinären bzw. einen RRI-Ansatz (Responsible Research and Innovation). Dabei werden relevante Stakeholder etwa aus der Landwirtschaft, der Zivilgesellschaft, der alternativen Food-Szene, Unternehmen, Verwaltung und Politik früh in den Forschungsprozess und die Entwicklung von Lösungen einbezogen.

Für weitere Informationen wenden Sie sich bitte an: Mag. Sandra Karner

Forschungsthema

Unsere Projekte zu diesem Forschungsthema

“Vielfältige Ökonomien nachhaltiger Ernährung”, das ist der Untertitel des Projekts “CoopsForFood”. Es zielt darauf ab, Alternativen zum Mainstream zum alternativen Mainstream zu machen. In den letzten Jahren sind zahlreiche Alternativen zum Mainstream des Ernährungssystems entstanden: FoodCoops zum Beispiel, in denen Konsumierende und Produzierende solidarische Beziehungen eingehen und Lebensmittelversorgung gemeinsam organisieren; einen Schritt weiter gehen Solidarische Landwirtschaften (SoLaWis – auch CSA für Community Supported Agriculture, in Österreich auch: GeLa oder GeLaWi für Gemeinschaftsgetragene Landwirtschaft), bei denen Konsumierende auch in der Produktion mitarbeiten und den Anbau mitplanen sowie vorfinanzieren.

Der Verein Forum Urbanes Gärtnern (F.U.G.) plant auf einer Fläche im Norden von Graz (Stadtteil Weinzödl, Bezirk Andritz) einen sozioökonomisch geführten Marktgarten. Dieser soll der Lebensmittelproduktion und der Bildung dienen sowie als Experimentierraum für low-tech-Möglichkeiten. Bei einem Marktgarten wird mithilfe entsprechender Gartenbaumethoden (z. B. Kompostierung, Bodenpflege, Kreislaufwirtschaft, Feldrotation, Mischkulturen) auf wenig Fläche viel angebaut. Die Bewirtschaftung ist arbeitsintensiv, dennoch wird weitestgehend auf Maschinen, vor allem schwere Fahrzeuge, verzichtet. Mit diesem "Mikrolandwirtschaften" sollen auch kleine Betriebe einen fairen Preis erhalten.

Das IFZ begleitet das F.U.G. bei der Vorbereitung und Konzeptionierung des Vorhabens, insbesondere bei der Entwicklung der Tätigkeits- und Geschäftsfelder. Untersucht werden die Möglichkeit, den Marktgarten über eine Genossenschaft zu betrieben, Möglichkeiten der Kooperation mit verschiedenen Institutionen und Aktivitäten, um die Zielsetzung des geplanten Marktgartens zu konkretisieren, damit dieser am Ende des Projekts erfolgreich starten kann.

 

MOVING zielt darauf ab, Netzwerke und Kapazitäten aufzubauen und relevante politische Rahmenbedingungen für die Entwicklung neuer oder verbesserter Wertschöpfungsketten in ganz Europa zu schaffen, die zu Berglandregionen beitragen, die nachhaltig und resilient gegenüber dem Klimawandel sind. Dabei werden im Rahmen eines partizipativen Bottom-up-Prozesses Akteur*innen aus Wertschöpfungsketten, Interessenvertreter*innen und politische Entscheidungsträger*innen einbezogen.

Das Stadtteilzentrum Triester (Verein Illusions) und das IFZ beschäftigen sich aktuell mit der Frage, wie das Angebot regionaler, umweltschonender und leistbarer Lebensmittel im Triester Viertel verbessert werden kann.

Hauptziel des Projektes ist es, co-RRI-Praktiken nachhaltig im Wissenschafts- und Innovationssystem zu verankern und langfristig Transformationen von Prozessen und Strukturen anzustoßen. In sogenannten „Innovations-Werkstätten“ werden Ideen für transdisziplinäre co-RRI Forschungsprojekte entwickelt, die unterschiedliche Sichtweisen auf, sowie Lösungsansätze für Probleme im Zusammenhang mit Ressourcenverknappung integrieren.

Die Probleme industrieller und globaler Nahrungsmittelproduktion und -vermarktung führen zu einer zunehmenden Diskussion von Lösungsansätzen, die sich nicht im Rahmen von Industrialisierungs- und Globalisierungs-Logiken bewegen.

FOODLINKS setzt sich mit Lösungsansätzen auseinander. Das Projekt forciert den Wissensaustausch zwischen verschiedenen AkteurInnen aus Wissenschaft, Politik und Praxis in sogenannten „Communities of Practice“, um nachhaltige Entwicklungen in der Nahrungsmittelversorgung voranzutreiben.

In dem Projekt haben in den Ländern Österreich, England, Ungarn, Frankreich und Polen jeweils eine Forschungseinrichtung und eine zivilgesellschaftliche Organisation gemeinsam untersucht, wie politische Rahmenbedingungen und andere Faktoren die Entwicklung "alternativer Agro-Food Networks" (AAFN)  beeinflussen.

Gegenstand der Studie war eine Recherche zu Fleischersatzprodukten (Soja, Tofu usw.).

Mit dem Projekt setzt das IFZ beschäftigungspolitische Impulse. Durch das Projekt werden Arbeitsplätze in Tätigkeitsfeldern geschaffen, wie sie sich im Zuge des wissenschaftlich-technologischen Wandels und insbesondere durch die Entwicklungen in der Gentechnik eröffnen.

Im Vorgängerprojekt Innovazid wurde in Erfahrung gebracht, wie Pflanzenschutzdienstleistungen in der Steiermark umgesetzt werden und wie sich künftig ein Markt für derartige Dienstleistungen entwickeln könnte. Im Projekt Ser-Vino wurde die Umsetzung der Dienstleistungen an einem konkreten Beispiel erprobt.

Im Projekt wurde in Erfahrung gebracht, wieweit PS-Maßnahmen in der Steiermark als Dienstleistung erbracht werden und wie sich ein Markt für derartige Dienstleistungen entwickeln könnte. Dazu wurden Landwirte aus dem Obst-, Wein- und Ackerbau interviewt und mit PS-ExpertInnen Gespräche geführt.