Öffentliche Beschaffung

Um ihre umwelt- und wirtschaftspolitischen Ziele zu erreichen, setzen Österreich und die EU auf das Instrument „öffentliche Beschaffung“. Die öffentliche Verwaltung soll ihre enorme Kaufkraft nutzen, um den Markt zu beeinflussen, verstärkt innovative und nachhaltige Lösungen anzubieten. Ein anspruchsvolles Vorhaben.

Das IFZ führt seit vielen Jahren Projekte zum Thema "Öffentliche Beschaffung" durch. Wir untersuchen, in welchem Umfang Nachhaltigkeitskriterien in der öffentlichen Beschaffung Anwendung finden, erheben Faktoren, welche die Anwendung nachhaltiger und innovativer Lösungen beeinflussen und ermitteln die Umweltentlastungspotenziale dieser Lösungen.

Für weitere Informationen wenden Sie sich bitte an: Dr.-Ing. Angelika Tisch

Forschungsthema

Unsere Projekte zu diesem Forschungsthema

Die naBe-Servicestelle war bis zum Jahr 2019 die zentrale Informationsplattform für den Österreichischen Aktionsplan für nachhaltige öffentliche Beschaffung.

    Die naBe-Servicestelle ist die zentrale Informationsplattform für den Österreichischen Aktionsplan für nachhaltige öffentliche Beschaffung bzw. die öffentliche Beschaffung nachhaltiger Produkte, Dienst- und Bauleistungen.

      Im Jahr 2017 erarbeitete das IFZ zusammen mit dem Umweltbundesamt und Mervyn Jones (Sustainable Global Resources) für das Europäische Parlament die Studie "GPP and the EU Action Plan for the Circular Economy". Die Studie ging der Frage nach, inwieweit die Maßnahmen und Produkte der Europäischen Kommission zur umweltfreundlichen öffentlichen Beschaffung (GPP) für die Verbreitung des EU-Aktionsplans für Kreislaufwirtschaft genutzt werden können.

      Das Projekt „GPP 2020“ hatte es sich zum Ziel gesetzt, in ganz Europa die Beschaffung klimafreundlicher Lösungen zu fördern, um dazu beizutragen, die von der EU gesteckten Ziele für das Jahr 2020 zu erreichen: eine Senkung der Treibhausgasemissionen um 20 %, eine Anhebung des Anteils der erneuerbaren Energiequellen auf 20 % und eine Steigerung der Energieeffizienz um 20 %.

      2020 ist für die Europäische Union in Sachen Klimaschutz und Energie ein ganz wichtiges Jahr: Bis dahin sollen im Rahmen der „20-20-20-Ziele“ europaweit ambitionierte Vorgaben erreicht werden – unter anderem eine 20%ige Steigerung der Energieeffizienz sowie 20% geringere Treibhausgasemissionen im Vergleich zu 2005. Das GPP 2020-Projekt schließt an diese Ziele an und richtet seine Aufmerksamkeit auf den potenziellen Beitrag öffentlicher Beschaffung.

      Die öffentliche Hand in Österreich gibt jährlich um die 35 Mrd. Euro für Güter und Dienstleistungen aus. Berücksichtigt sie soziale und ökologische Kriterien beim Einkauf, kann sie als Vorbild für Unternehmen und KonsumentInnen agieren und aktiv zu einer lebenswerteren Umwelt, besseren Arbeitsbedingungen und Armutsminderung und damit zur Erreichung der Millenniums-Entwicklungsziele beitragen.

      A catalogue of measures was created in the project to assist municipalities to become more energy efficient and thus more environmentally friendly.

      Ziel des Projekts war es, öffentliche Auftraggeber zu unterstützen, verstärkt energieeffiziente Produkte, Dienst- und Bauleistungen (= Lösungen) zu beschaffen sowie Unternehmen dabei zu unterstützen, ihre energieeffizienten Lösungen an öffentliche Auftraggeber zu verkaufen.

      Das EU-Projekt SCI-Network (SCI steht für Sustainable Construction & Innovation) hatte zum Ziel, öffentlichen Auftraggebern und Sektorenauftraggebern in der EU zu ermöglichen, sich über innovative Lösungen im Bereich nachhaltiges Bauen, die Beschaffung dieser Lösungen und die dabei gemachten Erfahrungen über eine elektronische Plattform auszutauschen.

      Kosten und Energie sparen mit energieeffizienten Geräten: Dabei unterstützte das klima:aktiv-Programm Unternehmen und öffentliche Institutionen.

      Das IFZ wurde vom Unternehmen Plochberger & Partner OEG mit der Durchführung einer Ökobilanz für zwei Systeme der Schachtabdeckung beauftragt.

      Im Vorfeld der Erarbeitung des Nationalen Aktionsplans für eine nachhaltige öffentliche Beschaffung hat das BMLFUW das IFZ beauftragt, eine Erhebung des Ist-Standes der ökologisch und sozial verantwortlichen Beschaffung bei der öffentlichen Hand durchzuführen.

      Das IFZ war Partner im Projekt „DEEP“, welches von ICLEI (Internationaler Rat für kommunale Umweltinitiativen) koordiniert wurde. Ziel des Projektes war es, BeschafferInnen bei der Verbesserung der Energieeffizienz öffentlicher Gebäude Hilfestellungen zu geben.

      Projektgegenstand war die Erarbeitung eines Vorschlages für Kriterien für den öffentlichen Einkauf umweltfreundlicher Reinigungsmittel.

      Gegenstand der Studie war eine Recherche zu Fleischersatzprodukten (Soja, Tofu usw.).

      In dem Forschungsprojekt "PSS-ÖB – Strategien zum Umgang mit Umsetzungshemmnissen bei der Einführung von ökoeffizienten Produkt-Service-Systemen in der öffentlichen Beschaffung" wurden:

      • Der Stand der Umsetzung von PSS in der öffentlichen Hand ermittelt,
      • hemmende und fördernde Faktoren für die Etablierung von PSS in der öffentlichen Beschaffung erhoben und
      • Strategien und Handlungsempfehlungen zur Überwindung der Hemmnisse erarbeitet.

      Auf Basis einer Fragebogenerhebung wurde bei den Mitgliedsgemeinden der Projektpartner der Stand der Aktivitäten einer umweltfreundlichen Beschaffung und das Interesse an einem Angebot einer gemeinsamen Ausschreibung unter Integration von Umweltaspekten erhoben.

      Im Rahmen des Projektes wurden mit 6 Gemeinden in Niederösterreich praxisgerechte und schnell umsetzbare Handlungsmöglichkeiten für eine klimafreundliche und umweltgerechte Beschaffung in Rahmen von Workshops und gemeindespezifischen Beratungsgesprächen erarbeitet.

      Das Projekt RELIEF hat sich zum Ziel gesetzt, die europaweiten Potenziale öffentlicher Beschaffung zur Entlastung der Umwelt genauer zu beleuchten und dazu beizutragen, dass diese auch genutzt werden.

      Zur Umsetzung der Inhalte des Kriterienkataloges für eine umweltfreundliche Beschaffung „Check it!“ wurden Workshops und Beratungen für Beschaffungsverantwortliche angeboten.

      Erhebung und Untersuchung der österreichischen Beschaffungsstrukturen und -praktiken des öffentlichen Sektors im Bereich von Energiespartechnologien im Rahmen der SAVE-Studie PROST

      Im Rahmen des Projektes des Umweltverbandes Vorarlberg zur Ökologisierung des Beschaffungswesens in den Vorarlberger Gemeinden wurde die Beratungsstelle BeschaffungsService Austria am IFF/IFZ zur inhaltlichen und organisatorischen Begleitung eingeladen.